Dienstag, 7. Juni 2016

Galapagos, auf den Spuren von Charles Darwin

Einen Kormoran, der nicht fliegen kann, dafür aber blaue Augen hat, denn triffst Du nur auf Galapagos. 
 Galapagos Video

Wir waren 8 Tage mit der Angelito1 auf Galapagos unterwegs. Eine phantastische Reise, geführt von der Schweizerin Maja, die ein unglaubliches Fachwissen über Galapagos und das Leben darauf hat.
Jeder hat es schon einmal gehört, dass die Tiere auf Galapagos ohne jegliche Scheu vor uns Menschen sind. Aber davon gehört zu haben, oder es selbst zu erleben ist etwas grundlegend anderes. Entsprechend häufig klickt dann auch der Auslöser der Kamera.
Eine kleine Auswahl meiner Bilder könnt ihr hier sehen.  Galapagos Film. Ganz umsonst bekommt man die Bilder allerdings nicht. Wenig Schlaf, Unterkühlung, ein paar Pfund mehr und ein dicker Kopf ist der Preis.
Über Galapagos gibt es ja beliebig Literatur, daher beschreibe ich für Euch nur einen typischen Tagesablauf auf der Angelito1. Maja schmeißt uns meist schon um 5 Uhr aus den Federn, weil es so viel zu sehen und zu erklären gibt. Nach dem Frühstück schlüpfen wir in unsere Wanderschuhe und mit dem Beiboot geht es zur ersten Exkursion an Land. Beim Aussteigen müssen wir oft schon über irgendwelche Tiere steigen. Die gehen ja nicht weg, nur weil wir kommen.
Die Wanderungen sind mal mehr oder weniger anstrengend. Wenn die Chipkarten unserer Kameras und die Köpfe von Maja's Erklärungen voll sind, gehen wir zurück aufs Schiff. Wir werden mit einer kleinen Stärkung vom Schiffskoch empfangen. Danach bleibt kaum Zeit sich die Badehose und den Neopren überzustreifen. Mit Flossen und Schnorchel fahren wir in eine Bucht um die Unterwasserwelt von Galapagos zu erkunden. Wenn wir alle Fische mit gestreiften Schlafanzügen gesehen haben und so richtig durchgefroren sind, werden wir wieder aufgesammelt und mit den Schlauchbooten zurück aufs Schiff gebracht. Wer eine Unterwasserkamera hat, bei dem sind die Chipkarten wieder voll, unsere Köpfe aber leer, da Maja unter Wasser nichts erklären kann. Von einem Matrosen werden wir aus einem Schlauch mit warmem Wasser abgespült und danach erwartet uns ein warmes Getränk, herrlich. Inzwischen ist es beinahe zwölf und eine schweizer Kuhglocke ruft uns zum Essen. Felix unser Schiffskoch hat sich so richtig ist Zeug gelegt und serviert uns seine Leckereien mit weissen Handschuhen. Nach einem Kaffee dürfen wir auf dem Sonnendeck oder in der Kabine ein kleines Nickerchen machen. Ich träume, liege in einer Hängematte und kraule einer dieser hässlich aussehenden Urviecher, als ich aufwache weil mich einer dieser frechen Seelöwen unsanft in die Seite boxt. Aufstehen, sagt Edda. Bevor ich meine Wanderschuhe anziehe wechsle ich noch den Chip in meiner Kamera. Während wir geschlafen haben, hat uns der Kapitän vor eine andere Insel gebracht, die wieder eine ganz besondere Geschichte hat. Maja freut sich schon, weil sie uns alles erklären darf. Nach dem Landgang,  als die Füsse müde, die Chip´s und Köpfe wieder voll sind, dürfen wir wieder auf unser Schiff wo uns wieder eine kleine Stärkung erwartet. Den Rest des Nachmittages ist dann zur freien Verfügung. Die meisten lauschen aber Maja zu, wenn sie uns erklärt was so alles um unser Schiff fliegt und schwimmt. Schildkröten, Haie, Wale, Robben und bunte Fische begleiten uns im Wasser und in der Luft benützen ganze Schwärme von Fregattvögeln den Aufwind vom Schiff. Blaufußtölpel und Pelikane holen ihre Beute, indem sie wie Speere ins Wasser schießen. Maja weiß zu jedem eine Geschichte. Um sieben ruft uns die Kuhglocke wieder zum Essen. Danach erklärt uns Maja was wir morgen machen und welche Besonderheiten wir von Galapagos zu sehen bekommen, auf dem Land und unter Wasser. Danach noch eine Zusammenfassung des Tages mit einigen Bildern oder einem Video einer ganz besonderen Besonderheit von Galapagos. Maja weiß offensichtlich alles über Galapagos und sie hat den Ehrgeiz auch uns alles beizubringen. Eigentlich wäre es jetzt Zeit ins Bett zu gehen, denn Morgen schmeißt uns Maja wieder um 5 Uhr aus den Federn, aber für mich wird es Zeit mit meinem Freund Kurt noch eine Zigarre zu rauchen.
Vor dem zu Bett gehen darf ich natürlich nicht vergessen die Batterien meiner Kameras zu laden und sie mit neuen Chips zu bestücken. Wenn wir wieder zu Hause sind zeige ich Euch dann alle Bilder. Versprochen.

Nach 8 Tagen sind alle Chips voll und dank meines nachlassenden Kurzzeitgedächtnisses mein Kopf wieder leer. Trotzdem, den Spirit von Galapagos hat Maja eingepflanzt. 
Insgesamt eine ganz tolle Woche. Danke Maja.

Wenn jemand mit Maja Galapagos besuchen will, hier die Adresse:



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